Husky-Schäferhund-Hündin aus katastrophaler Haltung befreit!

Wie der Stein ins Rollen kam am Sonntag den 6.07.08

Anwohner hatten den katastrophalen Zustand der Hündin bemerkt und den zuständigen Amtstierarzt informiert. Dieser erschien trotz mehrfacher Aufforderung nicht, um den Anzeigen nachzugehen.( Grundlage für diese Aussage sind Anwohnerinformationen ! )

Daraufhin wurden wir informiert.

Mit Hilfe von Ordnungskräften, die die Situation und den Zustand der Hündin sofort erkannt haben, konnte die ca. 4 Jahre alte Hündin aus ihrer Hölle befreit werden.

Sie wurde sofort einem Tierarzt vorgestellt.

Die erste Diagnose:

- völlig abgemagert
- mehrfache Beinfraktur rechts hinten
- evtl. Beckenfraktur
- eine starke Ohrenentzündung
- mehrere Analdrüsen sind entzündet bzw. eitrig, stark blutend und aufgebrochen, was der Hündin höllische Schmerzen bereitet wenn Sie Kot absetzt

( was auch noch Vermutungen auf andere Vergehen an der Kleinen zulässt! )

Die Kleine befindet sich jetzt in unserer Obhut, in der sie rund um die Uhr die volle Aufmerksamkeit bekommt und der ansässige Tierarzt 24 Stunden bei anfallenden Komplikationen, sofort eingreifen kann.

nachfolgend die "Beweisfotos"!

abgemagert !



mehrfacher Beinbruch und evtl. Beckenfraktur. !




eine permanente Ohrenentzündung !



... und was am auffälligsten ist ..., das sind die Verletzungen im Analbereich!




Hier noch ein paar Fotos zur Vervollständigung







Diese Seite wird täglich aktualisiert, um den weiteren Verlauf dieser Aktion zu dokumentieren.

Mittwoch, 9.07.2008

Zusätzlich zu den alten, schief zusammengewachsenen, oder noch nicht verwachsenen Brüchen, wurde leider bei der Röntgenuntersuchung ein Knochentumor von der Grösse einer Mandarine gefunden.
Es wurde eine Biopsie gemacht und wir hoffen das die Befunde bis spätestens Freitag da sind.
Dem armen Mädchen geht es nicht so gut. Was ihr sehr zuschaffen macht, ist ihr Po. Sie quält sich sehr. Es ist alles so furchtbar.
Sie ist eine liebe und sehr sehr unterwürfige Hündin. Sie traut sich nicht einmal alleine durchs Zimmer zu laufen. Erst nach Aufforderung.
Wir müssen davon ausgehen, dass die Maus nicht mit Samthandschuhen angefasst wurde.

Hoffentlich hat sie noch die Gelegenheit die nette Seite des Lebens kennenzulernen.


Freitag, 11.07.2008

Emma geht es den Umständen entsprechend gut. Sie geniesst jetzt schon Wiesen ,Wald und Pferdeäpfel. Sowohl als Snack zwischendurch und auch im Fell. Toll!!!

Sie bekommt sehr viele verschiedene Medikamente, welche ihr hoffentlich bald Linderung verschaffen. Ihr Bein, na ja, rein vom Röntgenbild her, ist es ein Osteosarkom (ein bösartiger Tumor), aber pathologisch ist es keiner. Das heisst, das die Gewebeprobe vom Knochen kein eindeutiges Ergebnis ergab. Die Röntgenbilder wurden auch der Uniklinik Leipzig vorgelegt. Die empfahl eine sofortige Amputation. Spätestens am Montag, wird nach einer Besprechung der uns unterstützenden Ärzte, die weitere Vorgehensweise entschieden.

Es wird natürlich versucht die bestmögliche Lösung für Emma zu finden.


Mittwoch, 16.07.2008

Nach zahlreichen Beratungen und Überlegungen mit Ärzten und auch mit Hundebesitzern die auch mit Knochenkrebs konfrontiert waren, haben wir uns entschlossen Emmas Bein nicht zu amputieren.
Emma hat leider noch andere gesundheitliche Probleme und ihr Allgemeinzustand ist nicht der eines "normalen" Hundes, deshalb ist eine so schwere OP für die Kleine nicht zumutbar.

Emma geht es Dank der Behandlung, die wir nur durch Eure bzw. Ihre finanzielle Unterstützung ermöglichen können, relativ gut.
Da Emma sehr gern spazieren geht und auf dem Feld versucht, schon mal nach Mäusen zu hüpfen, haben wir Kontakt mit einem Orthesenbauer in Mannheim aufgenommen, um ihr Bein stabilisieren zu können.

Sie ist eine reizende Hündin, die uns jeden Tag zeigt das es sich zu kämpfen lohnt.


Wir werden in den nächsten Tagen unter Aktuelles den "Fall" Emma detaillierter beschreiben und die uns bekannten Vorgänge und die Reaktionen des Veterinäramtes, der Stadt Leipzig und der Bevölkerung, näher beschreiben. Auf alle Fälle möchten wir uns schon an dieser Stelle für die überwältigende Anteilnahme und die vielfältige Unterstützung bedanken.


Sonntag, 27.07.2008

Heute mal wieder neues von Emma.

Ihr geht es soweit ganz gut. Sie hat schon 4 Kilo zugenommen.
Die kleine ist eine selbstbewusste Hündin geworden, die nicht mehr zusammenrutscht wenn man sie anfassen will.


Sie geht wahnsinnig gern spazieren und hat eine Menge Hundefreunde. Baden geht sie auch, aber nur bis zum Bauch.


Ihre Analabszesse heilen ganz ganz langsam ab, aber wenigstens bluten sie nicht mehr.
Mit dem kaputten Bein kommt sie, dank Schmerzmittel, ganz gut zurecht. Sie legt auch mal einen kurzen Sprint hin. Emma hat nämlich einen leichten Jagdtrieb.

Nächste Woche wird wieder geröntgt. Wir hoffen sehr, das sich nichts negativ entwickelt hat und Emma noch eine tolle Zeit hat.


Freitag, 15.08.2008

Ein auf und ab der Gefühle. Nach nochmaligen vorstellen bei einem der zahlreichen Spezialisten, besteht jetzt die Möglichkeit das es sich um ein Chondrasarkom handelt. Es ist zwar bösartig, ist aber nicht so agressiv und es hat eine bessere Prognose. Uns wurde gesagt, wenn es "nur" ein Chondrasarkom ist, kann Emma nach einer Amputation wenigsten noch locker ein Jahr leben.
Deshalb wird bei der Maus nächsten Donnerstag in der Uni nochmals geröngt und eine Biopsie gemacht. Dann heisst es wieder eine Woche warten bis die Befunde da sind, um evtl. eine neue Entscheidung treffen zu können.

Zum Glück weis Emma von all dem nichts, nur uns bleibt diese ständige Ungewissheit.


Samstag, 23.08.2008

Gestern war Emma wieder an der Uniklinik in Leipzig.

Leider müssen wir keine Befunde mehr abwarten. Emma hat bereits Metastasen in der Lunge. Die Uniklinik informierte uns sofort und fragte an ob sie die Kleine sofort " erlösen" sollen.

Da ihr Allgemeinzustand noch sehr gut ist, haben wir uns entschieden .....

NEIN, nicht heute und nicht ohne Verabschiedung. Emma wird noch ein paar schöne Tage haben, ohne das sie leiden muss. Der Schock bei uns sitzt tief, eine derartige Ausbreitung hatte bis dahin niemand vermutet. Wir haben so sehr gehofft das sich ihr Körper noch anders entscheidet und die Chance wahrnimmt. Alles hätte gut werden können!

Wir danken hier an dieser Stelle erst mal allen, die uns in jeder Hinsicht unterstützt haben und in Gedanken bei ihr sind.

In den nächsten Tages werden wir unter Aktuelles den "Fall Emma" näher beleuchten, Reaktionen von Leipzigern und Meinungen veröffentlichen.

Bis zum heutigen Tag, ist die versprochene Zusammenarbeit der zuständigen Stellen der Stadt Leipzig mit uns bzw. der in Leipzig engagierten Tierschutzvereine leider ausgeblieben.
Aber das ist ein neues, oder auch anderes Thema, welches wir demnächst hier veröffentlichen werden!!!



Freitag, 3.10.2008

Heute wieder mal Emma-News.

Lange nichts gehört, was aber in ihrem Fall nur gutes bedeutet

Dank Schmerztherpie geht es ihr gut. Ab und zu übernimmt sie sich, vor allem dann wenn sie einen Hasen sieht, der ruft "fang mich doch". Da tobt die kleine Lady richtig los. Auch schwimmen ist jeden Tag Pflicht. Wenn Emma den Winter noch erlebt, müssen wir ihr höchstwarscheinlich mit dem Eispickel eine Badestelle freihacken!

Emmas Schmerztherapie kostet uns im Monat 150,- Euro. Eine Patin übernimmt davon 40,- Euro monatlich. DANKE an dieser Stelle

So ihr lieben, das soll es soweit für Heute gewesen sein.

... und wenn es mal wieder länger dauert, dann heisst das nix schlimmes.



Sonntag, 5.11.2008

Heute mal wieder neues von Emma.

Leider gibt es heute keine so guten Nachrichten von Emma.
Ihr geht es nicht mehr gut. Wir werden in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen müssen. Wir hatten gehofft das ihr Zustand gerade nur schlecht ist, weil sie heiss war.
Sie war gestern nochmal zum Röntgen, um uns Klarheit zu verschaffen. Dann kam der Hammer.
Der Tumor ist extrem gewachsen und die Metastasen in der Lunge sind förmlich explodiert.


Emma ist jetzt fast auf den Tag genau 4 Monate bei uns. Sie hatte einen tollen Sommer, viele Fans und Hundekumpels. Sie hat für ihr Leben gern gejagt, gebuddelt und ist schwimmen gegangen.
Wenn sie das alles nicht mehr kann und keine Freude mehr hat, wollen wir sie nicht leiden lassen. Sie soll die tollen 4 Monate im Kopf behalten.

Wir fürchten der nächste Bericht ist der letzte.



Wenn sie uns und unsere Arbeit unterstützen möchten, hilft Ihnen bzw. Euch der folgende Link bestimmt weiter!

>>> unsere Hilfeseite <<<

Die Mitglieder der
Tiernothilfe-Leipzig e.V.