... und wieder ein Notfall! .... Chipsy.


24.06.09, Hallo ich bins, die Chipsy. Ich wollt mich mal wieder melden.

Vor zwei Wochen war ich zur Nachkontrolle beim Tierarzt. Er war mit den Röntgenbildern soweit zufrieden, die Knochensplitter liegen noch alle am richtigen Fleck, aber das Knochenmark muss sich noch bilden, also ist immer noch größte Vorsicht geboten.
Deshalb muss ich immer noch viel Zeit in meinem "Käfig" verbringen. Da ich übervorsichtig bin, benutze ich beim Gassi gehen mein krankes Beinchen gar nicht erst. Aber das gefällt dem Tierarzt auch wieder nicht, da sich der Muskel in dem Bein zurückgebildet hat. Meine liebe Pflegefamilie macht jetzt regelmäßig Streckübungen mit dem kranken Bein, was ich geduldig über mich ergehen lasse, denn ich hoffe, dass ich bald wieder auf vier Beinen unterwegs bin.

Ich bin ja so froh in meine Pflegefamilie gekommen zu sein, ich werde ja sowas von verwöhnt. Ich wußte ja auch gar nicht, dass dort noch andere Hunde wohnen. Ich habe mich schon mit der Dackelhündin Monika angefreundet. Sie besucht mich manchmal in meinem Zimmer. Und da ist noch so ein riesengroßer Hund, namens Charly, dem hab ich aber die Zähne gezeigt, jetzt vertragen wir uns aber auch super. Nur mit der Schäferhündin Luna hatte ich noch keinen näheren Kontakt, weil sie so ein Wildfang ist und ich doch noch so vorsichtig sein muss mit meinem kranken Beinchen. Wie gern nur würde ich mit meinen neuen Freunden auf der Wiese herumtollen, aber darauf muss ich noch lange warten...

Bis bald, Eure Chipsy


13.04.09, Wie ich Chipsy kennenlernte.

Ostermontag klingelte halb acht mein Telefon.

Eine Dame am anderen ´Ende sagte mir, das gestern ihre Hündin aus dem Fenster geflogen sei, die Operation 1.000 Euro kostet und sie die Hündin abgeben wolle.

Sie waren schon an der Uni. Mehrfache Trümmerfraktur des Hinterbeines sollte schnellstens operiert werden da das Knie offen war und ein hohes Infektionsrisiko bestand.
Ich bin also erst mal hingefahren um mir ein Bild zu machen und das weitere mit den Leuten zu besprechen. Ich sah eine arme kleine völlig verängstigte Maus die bis zur Hüfte bandagiert war und wie am Spieß schrie, als ich sie streicheln wollte.


Ich versuchte die Leute zu überreden den Hund doch bis zur Genesung zu behalten was sie aber ablehnten. Die Kleine sollte sofort weg.
Sie hatten sie nicht mal ein Jahr und versuchten schon seit drei Monaten den Hund wieder loszuwerden, da kurz nach Anschaffung "Frauchen" schwanger wurde.
Dann passierte am Ostersonntag das Unglück und die Kleine sprang aus der Dachluke, aus der ich kaum kucken konnte, keiner weiß wie..........

Ich bin erst mal wieder los. Musste ja einiges organisieren. Eine Pflegestelle finden, die die Strapatzen auf sich nimmt. Ein riesen Danke schön auch an Saskia, die Tochter der Pflegestelle, die Chipsy keine Sekunde aus den Augen lässt und sich rührend um die Kleine kümmert.
Die Uni war sehr hilfsbereit und schickte mir per Mail die Röntgenbilder, so das wir uns sofort nach einem Arzt umsehen konnten.
Es war gar nicht so einfach, da es eine große und komplizierte Operation sein würde. Es klingt zwar hart, aber wir müssen einfach schauen wo wir wenigstens etwas einsparen können. Da wir, wie viele wissen, in letzter Zeit unglaublich viele Tierarztkosten hatten.

Ich holte die Kleine dann Mittags ab. Die Übergabe erfolgte, ich nenn es mal "emotionslos"!
Es wurde noch gesagt das sie weder frisst noch trinkt und das sie lieb ist, das wars. Anstandslos wurde mir noch ein kleiner Teil der Kosten übergeben und dann machten wir uns auf den Weg.

Schon im Auto war die Kleine wie ausgewechselt. Ich hatte Sie auf der Beifahrerseite im Körbchen und musste bis nach Grimma einarmig fahren, weil ich dauerkraulen musste. Nix mehr mit verängstigter kleiner Maus !!!!
Auf der Pflegestelle angekommen, benahm sie sich wie schon immer da gewesen. Dankbar und anhänglich. Sie hat sofort getrunken und eine Packung Wurst inhaliert, so das die Pflegestelle an die Tankstelle musste um die Wurstreserven aufzufüllen. ;-)
Das Trockenfutter, welches die ehemaligen Besitzer mitgegeben hatten, waren riesen Brocken, die die Kleine nicht essen konnte. Wie auch, da auch ein Teil ihrer Zähne noch im Asphalt stecken!!!

Die kleine wurde gestern operiert. Danke an die Praxis Birch-Hirschfeld, die sie in einer Vierstündigen Operation wieder "zusammengepuzzelt" hat.
Heute darf sie nach Hause. Für die Pflegestelle wird es jetzt anstrengend. Wir mussten eine große Gitterbox kaufen, in der sie das nächste halbe Jahr !!!!!, viel Zeit verbringen muss, da sie ganz viele Schrauben, Platten und Drähte im Bein hat.

Es wird eine harte Zeit, aber alle Beteiligten schaffen das schon.

Wir werden Euch auf dem laufenden halten.

Katrin Thiemicke


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