... und wieder ein etwas komplizierter Fall.


23.06.2009, Unsere Enttäuschung über Herrn M. ist nicht in Worte zu fassen!

Wir haben lange überlegt, wie wir zum Ausdruck bringen können was wir denken bzw. fühlen.

Nachdem die kleine Belle von Herrn M. in ihre Pflegestelle gezogen ist, waren wir uns sicher alles richtig gemacht zu haben. Herr M. hatte laut unserer Info zu diesem Zeitpunkt ja nur noch drei Katzen für die wir sowieso noch einen Gesundheitscheck geplant hatten.

Herr M. wurde, wie bisher, mit Katzenstreu und Futter versorgt und alles lief soweit gut.
Dann kam ein sehr eigenartiges Telefonat in dem uns Herr M. mitteilte, dass eine seiner Katzen schwer krank ist und zum Arzt müsste. Da wir und ja auch bereits die Amtsärztin nur Katzen gesehen haben, die sich in einem guten Zustand befanden kam uns dies sehr komisch vor. Wir wussten zwar das eine der Katzen Nierenkrank sein sollte, aber auch für sie haben wir Spezialfutter zur Verfügung gestellt und angenommen, dass alles im grünen Bereich ist.
Naja, auf alle Fälle wurde die kleine Maus von Herrn M. in eine Box gepackt und wir brachten sie zum Arzt.
Was wir dann dort sehen mussten, war alles andere als schön. Die kleine Maus war kaum noch lebensfähig und hatte ein Gewicht von ca 1,5 kg und war völlig ausgetrocknet. Wir konnten ihr nur noch die Schmerzen nehmen und sie von ihrem Leid erlösen.
Als wir Herrn M. zur Rede stellten, sagte er nur, dass wir von der Katze gewusst hätten. Dem war aber nicht so.
Er hat immer nur von 4 Katzen und nie von 5 geredet. Leider haben wir nicht das Recht bei Privatpersonen die Wohnung zu kontrollieren und schon gleich gar nicht das Schlafzimmer. Dort wurde sie vermutlich auch "versteckt".
Nachdem sich der erste Ärger etwas gelegt hatte, wurde sofort die Untersuchung der restlichen 3 Miezen veranlasst die Gott sei Dank soweit i.O. sind.

Natürlich haben wir alle entstandenen Kosten getragen.

Aber nun kommt der Hammer:
Wir erhielten eine E-Mail, dass eine Organisation aus Spanien eine Anfrage von Herrn M. erhalten hat! Er wollte eine schwerstbehinderte Katze aufnehmen (querschnittsgelähmt !!!).
Mal abgesehen davon, dass er es ohne kranke Katze finanziell schon nicht in den Griff bekommt, waren wir maßlos enttäuscht das er uns so hintergeht und belügt.
Wir werden nun die Hilfe aufgrund dieser Sachverhalte einstellen und alle Verpflichtungen an das Veterinäramt abgeben, da offensichtlich die Hilfe von unserer Seite sowieso nur mit Füßen getreten wird ...
Uns tut es nicht um das Geld leid, da wir den vorhandenen Katzen helfen konnten aber wir sind traurig über die Art wie Herr M. unsere Hilfe ausgenutzt hat.

Bis August ist er vorerst mit Futter und Katzenstreu versorgt und auch die aktuell vorhandenen Miezen sind alle verarztet, aber künftig wird das Amt die Kontrollen vornehmen.

Mehr können wir nicht tun......


21.04.2009, Neuigkeiten von Herrn M. und seinen Miezen.

Belle geht es soweit gut und sie hat nach der OP weiter aufgebaut. Sie wird dennoch künftig immer auf Schmerzmittel und gezielte Betreuung angewiesen sein.

Herr M. hat sich viele Gedanken gemacht und ist auch der Ansicht, dass es aufgrund seiner finanziellen und persönlichen Situation sinnvoller wäre, Belle in andere Hände zu geben. Er ist zwar sehr traurig aber im Interesse der Kleinen ist es besser.

Sie wurde am 15.04.2009 in eine sehr zuverlässige Pflegestelle gebracht, wo sie als "kleine Prinzessin" umsorgt wird.
Belle sucht nun auf diesem Weg ein verantwortungs- und liebevolles Zuhause!!!

Herr M. wird bald wieder auf eigenen Beinen stehen und wird die finanziellen Mittel für die verbleibenden 3 Katzen aufbringen müssen. Das reicht leider auch schon aus. Weitere Katzen kommen nicht mehr in Frage.

Die verbleibenden Drei wurden noch einem Gesundheitscheck unterzogen (auch wenn es ihnen gut geht), damit wir über den genauen Gesundheitszustand informiert sind!

Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg ...


01.04.2009, Nachuntersuchung von Belle.

Die kleine Sorgenmieze von Herrn M. war zur Nachuntersuchung beim Doc.

Ihr Zustand hat sich sehr verbessert und es ist spürbar, dass sie sich viel wohler fühlt. Sie liegt ganz entspannt (nicht wie vorher aufgrund de Schmerzen zusammengekauert) auf der Couch und geniesst sichtlich die Streicheleinheiten. Wegen ihrer Spondylose bekommt sie nun weiterhin Schmerzmittel und die noch vorhandenen neurologischen Probleme versuchen wir so in den Griff zu bekommen, dass das Ergebnis für uns und die Süße zufriedenstellend ist.

Herr M. hat allerdings auch wieder einen persönlichen Rückschlag einstecken müssen .... nachdem er erneut den Herd und die Spüle beantragt hatte, bekam er wieder eine Ablehnung. Ohne persönliches Gespräch, ohne Besuch der Arge (um wirklich mal die einfachen Lebensumstände zu kontrollieren) etc.

Das ist für uns einfach nicht nachvollziehbar und sehr traurig. Die Begründung: Er könne mit seinem Hartz IV diese Kosten selbst tragen! Wie das auch immer funktionieren soll?!?!?!?


11.03.2009, 1.Tag nach der Untersuchung von Belle.

Sie hatte eine extrem ausgeprägte Pyometra und vereiterte Zähne und ist hundertprozentig keine 8 Jahre (mit Sicherheit so 12).
Bestätigt hat sich des weiteren eine Spondylose, Cauda bisher nicht.

Sie wurde nun kastriert, es wurden mehrere Zähne gezogen, Röntgenbilder erstellt und ein Einlauf gemacht!

Sie muss wohl eine heftige Verletzung gehabt haben und es bestehen wahrscheinlich auch neurologische Probleme.

Die Vermittlung der Tierheime in allen Ehren aber die Kleine hätte in diesem Zustand das Tierheim NIE verlassen sollen bzw. dürfen. Da wäre jeder neue Besitzer (egal wie tierlieb) hoffnungslos überfordert.
Mal abgesehen von den nicht kalkulierbaren Kosten!!!

Herr Mustermann wurde da wohl eher "benutzt".

Naja, die damalige Situation in diesem Tierheim kann nun eh keiner mehr nachvollziehen, da der Vorstand gewechselt hat.

Sie bekommt jetzt erst mal Schmerzmittel um die schweren OP- Folgen zu verkraften und dann sehen wir weiter.....


Wie immer bitten wir deshalb um Eure/Ihre Unterstützung!


8.03.2009, Tierfreund in Not !!!.

Wir erfuhren von Herrn "Mustermann" durch einen Tierschutzverteiler.

Eine Nachkontrolle durch eine andere Tierschutzorganisation war wohl nicht so doll und es wurde um Hilfe in der Nähe gebeten. Auch die Orga merkte bereits, dass Hilfe vor Ort und nicht der Zwangseinzug der Katzen nötig ist.

Nach mehreren Telefonaten mit Herrn Mustermann stellte sich heraus, das er ein sehr tierlieber aber leider so gut wie mittelloser Mensch ist. Außerdem hat er das Vertrauen in die Menschen verloren (vielleicht, oder auch mit Sicherheit berechtigt ?!).

Er ist sehr bemüht, aber hat am Ende des Monats nicht mal das Geld um sich selbst zu versorgen. Er kauft lieber das Futter für seine 4 Katzen. Die Hygiene (Katzenstreu) blieb dabei natürlich auf der Strecke.
Nachdem wir ihm ein paar Tips gegeben haben, wollten wir uns selbst von der Situation überzeugen. Wir besorgten neue Katzentoiletten, Streu, Futter und diverses Zubehör für die Miezen.
Beim ersten Besuch mussten wir feststellen, dass es den Katzen gut geht, sie großes Vertrauen zu ihm haben und er selbst in mehr als einfachen Verhältnissen lebt.

Die "ARGE" hat ihm nicht mal einen Herd und eine Spüle genehmigt (so lebt er bereits seit über 1 Jahr!). Zusätzlich fehlt es wirklich an den einfachsten Sachen (ein paar Blumentöpfe, Küchenzubehör etc. Also machten wir uns in die Spur auch diese Sachen zu besorgen, soweit es uns möglich ist. Mittlerweile konnten wir ihm als vorübergehende Lösung einen kleinen Mini-Ofen und eine Doppelkochplatte zur Verfügung stellen und auch diverse andere Haushaltssachen bringen. Mal abgesehen davon, dass es selbst an Grundnahrungsmitteln mangelte.

JA, wir helfen auch Menschen!

Die Tierschutzorganisation die uns auf die Missstände aufmerksam machte, besorgt auch Futter um die nächste Zeit mit uns zusammen abzusichern.

Herr Mustermann hatte allerdings auch eine schwer kranke Katze (genannt Belle), aus einem Tierheim übernommen, für die er finanziell im Moment auch nicht aufkommen kann. Wir stellten die Süße unserer Vereinstierärztin vor und mussten feststellen, dass es sich um eine "Großbaustelle" handelt. Wirbelsäule nicht okay (war aber bereits bekannt), schlimme teilweise vereiterte Zähne, unkastriert und möglicherweise mit einem Gebärmutterproblem usw., usw.
Wir kontaktierten das Tierheim Hodenhagen, von dem er die Katze übernommen hatte. Die lehnten eine Kostenübernahme erstmal ab (obwohl schwerwiegende gesundheitliche Probleme der Katze bekannt waren!) Nach mehreren Mails und Anrufen, werden sie jetzt einen Teil der Kosten tragen.

Allerdings möchten wir, dass die Süße nun endlich komplett versorgt wird, dass auch Herr Mustermann ruhiger schlafen kann.
Die OP der Zähne, die Kastration und das Röntgen erfolgen am 10.03.2009.

Danach mehr zum Gesundheitszustand.

Auf alle Fälle werden wir versuchen mit viel Einsatz diesem Menschen in den nächsten Wochen und vielleicht Monaten zu helfen, dass er wieder auf die Beine kommt und für sich und seine Tiere wieder selbst aufkommen kann.


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Tiernothilfe-Leipzig e.V.